Antarktis - Der Kontinent, Geschichte, Flora und Fauna, Reiseberichte und Extra-Wissen

Antarktis: Menschenfeindliche Eiswüste & kältester Kontinent der Welt

Was Sie schon immer über die Antarktis wissen wollten: Hier erfahren Sie beeindruckende Fakten über Geschichte, Flora, Fauna, Pinguine, Seevögel, Robben und Wale, Die Antarktis ist ein Kontinent der Superlative. Nirgends ist es so kalt wie hier. Mit -89,6°C wurde die weltweit tiefste Temperatur gemessen. Die Antarktis ist der trockenste Kontinent, eine menschenfeindliche Eiswüste, gewissermaßen gefriergetrocknet. Die Niederschlagsmenge liegt – wie in der Sahara – bei etwa 50 mm jährlich. Und die Antarktis ist der stürmischste Kontinent. Die Windgeschwindigkeiten erreichen hier mehr als 300 km/h. Man nennt diese Stürme die roaring fourties – brüllende Vierziger, die furious fifties – rasende Fünfziger und die screaming sixties – heulende Sechziger. Im Winter ist es in der Antarktis am Südpol 24 Stunden dunkel. Es herrscht Polarnacht. Im antarktischen Sommer scheint hier die Mitternachtssonne ebenfalls 24 Stunden lang. Die Sonne geht am Südpol also pro Jahr nur einmal auf und einmal unter. Die Antarktis ist der am dünnsten besiedelte Kontinent. Es existieren nur Forschungsstationen. Es ist auch der einsamste Kontinent. Im Winter ist er völlig unzugänglich. Ein Ring aus 1.000 km Packeis umschließt ihn dann. In der Antarktis gibt es auch das meiste Eis. Sie ist zu 99 % davon bedeckt. Die Dicke liegt zwischen 2 und 5 km. Diese Eismenge beinhaltet etwa ¾ aller Süßwasservorräte der Welt. Hier liegt auch der größte Gletscher der Welt – der Lambert-Gletscher. Er ist etwa 400 km lang. Der Kontinent am unteren Ende der Welt ist auch der lebensfeindlichste für Mensch und Tier.


Antarktis: Geschichte

Nicht immer war die Antarktis ein Eisland. Vor Jahrmillionen herrschte zunächst tropisches, später gemäßigtes feucht-kaltes Klima. Dies ließ sich anhand gefundener Fossilien nachweisen. Das Land gehörte zum Urkontinent Gondwana und lag in Äquatornähe. Durch die Bewegung der einzelnen Erdplatten (Plattentektonik) kühlten die Temperaturen im Lauf der Jahrmillionen ab, die Antarktis begann zu vereisen. Bewegung gibt es auch heute noch. Beispiel ist die Vulkaninsel Deception Island.

Der Name Antarktis

Der Name Antarktis leitet sich ab vom griechischen Wort Arktos. Es bedeutet Bär. Der griechische Philosoph Aristoteles nannte das Land, das im Norden unter dem Sternbild des Bären liegt, Arktos. Er war der Meinung, es müsse auch einen Gegenpol geben, Anti-Arktos. Daraus entstand später der Name Antarktis. Pythagoras hatte bereits 200 Jahre vor Aristoteles entdeckt, dass die Erde eine Kugel ist. Der Geograph Ptolemäus bezeichnete den damals noch fiktiven Kontinent Terra australis incognita, unbekanntes Land im Süden.

Fernando Magellan

Im 16. Jh. segelt der Portugiese Fernando Magellan um die Spitze Südamerikas, entdeckt die nach ihm benannte Magellanstraße und Feuerland. Er glaubt, diese Region ist ein Teil der unbekannten Terra Australis – ein Fehler.

James Cook

Erst 1773 überquert der Entdecker James Cook als erster Mensch den Südpolarkreis. Er sieht allerdings nur Eisberge, keinen festen Kontinent.

William Smith

1819 kommt der Engländer William Smith bei dem Versuch, Kap Hoorn zu umsegeln vom Kurs ab und entdeckt die Süd-Shetlandinseln. Er landet auf dem heutigen King George Island und beansprucht das Gebiet für den englischen König. Man glaubt ihm bei seiner Rückkehr nicht. Ein Jahr später kehrt er mit dem Forscher Edward Bransfield zurück und gemeinsam erkunden und kartographieren sie die Region. Bransfield gilt damit als einer der Entdecker der Antarktis.

Nathaniel Palmer

Der Amerikaner Nathaniel Palmer soll 1820 ebenfalls als einer der ersten den Kontinent Antarktis gesichtet haben. Er war unterwegs auf der Suche nach ergiebigen Fanggebieten für Robben.

Weitere Forscher

Im Lauf der nächsten Jahrzehnte erkunden Forscher, Seefahrer und Robbenjäger wie der Engländer James Weddell, der Amerikaner Charles Wilkes, der Franzose Dumont d’Urville und der Engländer James Ross große Teile der Ostantarktis und der Antarktischen Halbinsel. Der norwegische Polarforscher Henryk Bull ist vermutlich einer der ersten Menschen, der das antarktische Festland betrat. Er war mit einer Walfangexpedition unterwegs. Ein anderer war der Norweger Carsten Egeberg Borchgrevink. Er überwintert als Erster mit seiner Expedition auf dem antarktischen Festland. Wenige Jahre später folgte der Geologe Otto Nordenskjöld seinem Beispiel und überwinterte mit 5 Männern auf Snow Hill Island.

Der Wettlauf zum Südpol

Zu Beginn des 20. Jh. beginnt der Wettlauf zum Südpol. Der Brite Robert Falcon Scott scheitert mit seiner ersten Expedition (1901-1904). Eine Expedition unter dem Schotten William Bruce führt ins Weddell-Meer. Er entdeckt südlich davon auf dem Festland das heutige Coatsland. Unter dem Franzosen Jean-Baptiste Charcot entdeckt und erforscht seine Expedition den westlichen Teil der antarktischen Halbinsel, Grahamland.

Ernest Shackleton: Die Nimrod-Expedition

Auf seiner Nimrod-Expedition 1907-1909 erforscht Ernest Shackleton große Teile des bis dahin noch unbekannten antarktischen Festlandes. Er unternimmt einen Marsch Richtung Südpol und kommt ihm bis auf 180 km nahe. Wegen widriger Umstände – schlechtes Wetter, mangelnde Ausrüstung, fehlende Vorräte – muss er jedoch umkehren.

Roald Amundsen und Robert Scott

Am 14. Dezember 1911 erreicht der Norweger Roald Amundsen als erster Mensch den Südpol. Nur etwa einen Monat später, am 17. Januar 1912 ist auch der Engländer Robert Scott am Ziel. Doch auf dem Rückweg verschlechtert sich das Wetter. Die ohnehin erschöpften Männer erreichen ihr Lager nicht mehr. Nur etwa 20 km davon entfernt sterben sie.

Ernest Shackleton: Die Endurance-Expedition

Die Expedition von Ernest Shackleton 1914-16 ist ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Kontinents. Das Ziel ist, die Antarktis im Hundeschlitten zu durchqueren. Shackletons Expeditionsschiff Endurance wird jedoch vom Packeis eingeschlossen, zerdrückt und sinkt. Auf einer Eisscholle treiben 28 Männer monatelang durch die weiße Eishölle und landen später mit Rettungsbooten auf Elephant Island (Südliche Shetlandinseln). Mit einem winzigen Beiboot und später zu Fuß versucht Shackleton mit einigen Männern Hilfe zu holen. Sie gelangen lebend nach Stromness, einer Walfangstation in Südgeorgien. Im August 1916 sind endlich alle Expeditionsteilnehmer glücklich gerettet.

Richard Byrd

1926 fliegt der Amerikaner Richard Byrd zum ersten Mal in einem 3-motorigen Flugzeug zum Südpol und zurück. Er benötigt nur 16 Stunden dazu. 1946 bricht er zu einer der größten Expeditionen in der Geschichte der Antarktis auf. Mit Flugzeugen und der US Marine werden die größten Teile des antarktischen Kontinents erforscht und kartographiert. Endlich sind die letzten weißen Flecken von der Landkarte der Antarktis getilgt.

Edward Hillary und Vivian Fuchs

Erst 1957/58 gibt es noch einmal eine Expedition zur Durchquerung der Antarktis statt. Sie steht unter der Leitung von Edward Hillary und Vivian Fuchs.

Der Antarktis-Vertrag

1959 wird der Antarktis-Vertrag geschlossen. Ursprünglich waren es 12 Staaten, die den Vertrag unterzeichneten. Zwischenzeitlich kamen über 40 Nationen hinzu. Er besagt, dass die Antarktis ausschließlich friedlich und zu Forschungszwecken genutzt werden darf. Kernexplosionen dürfen nicht stattfinden. Radioaktiver Abfall darf nicht entsorgt werden. Die arktische Flora und Fauna muss geschützt und erhalten werden. Der Vertrag gilt derzeit bis zum Jahr 2041.

Forschung

Heute haben zahlreiche Nationen Forschungsstationen in der Antarktis. Nur etwa 40 davon sind ganzjährig bewohnt. 1978 unterzeichnet die Bundesrepublik Deutschland den Antarktisvertrag und errichtet 1981 die erste deutsche Forschungsstation, die Neumayer-Station. Benannt wurde sie nach dem deutschen Polarforscher Georg von Neumayer.

Erforscht werden heute hauptsächlich das Eis, die Ozeane und ihre Strömungen, das Klima, die Entwicklungsgeschichte des Kontinents und das Ökosystem des Südpolarmeeres.

Antarktis: Flora - Die Pflanzen

An Land halten sich nur einige wenige Arten von Algen, Moosen oder Flechten. Nährstoffe und Erde sind Mangelware. Die Artenvielfalt für diese lebensfeindliche Region ist allerdings erstaunlich – 750 Flechtenarten, 150 Algenarten und 100 Moosarten.

Zwei Blütenpflanzen gibt es: die Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica), eine Grasart und das Nelkengewächs Colobanthus quitensis. Erst jetzt haben Wissenschaftler festgestellt, dass sich seit den vergangenen 30 Jahren beide Pflanzen rasant vermehrt haben. Der Grund ist der Temperaturanstieg in diesem Zeitraum um knapp 2°C. Ein wichtiger Hinweis für die Klimaänderung und ein Zeichen für die globale Erwärmung.

Alle Pflanzen wachsen nur in den Bereichen, die nicht von Schnee und Eis bedeckt sind. Dies ist ca. 1 %.

Antarktis: Fauna - Die Tierwelt

Auf dem Land lebende Tiere sind lediglich eine Mücken- und eine winzige Milbenart.

PINGUINE

Sie sind gewissermaßen das „Wahrzeichen“ der Antarktis. Ihr schwarzer Frack und ihr watschelnder Gang an Land wirken putzig und unbeholfen. Doch sie haben sich perfekt an die lebensfeindliche Umgebung angepasst. Ihr schwarz-weißes Federkleid besteht aus 2 Lagen. Darunter liegt eine mehrere Zentimeter dicke Fettschicht, die Wärmeverluste verhindert.

Sie gehören zu den Vögeln, obwohl sie nicht fliegen können. Ihre ehemaligen Flügel benutzen sie als Flossen. Ihr stromlinienförmiger Körper macht sie zu exzellenten Schwimmern. Auf Nahrungssuche im Wasser können sie je nach Art 50-200m tief tauchen. Ihre Hauptnahrung besteht aus Krill, kleinen Krebstierchen, die in riesigen Schwärmen leben.

Für die „Familiengründung“ und die Aufzucht der Jungtiere wird der kurze Sommer genutzt. Pinguine legen Eier und brüten sie in Nestern aus Kieselsteinen aus. Eine Ausnahme sind die Königs- und Kaiserpinguine, die größten ihrer Art. Sie brüten ihr Ei auf dem blanken Eis zwischen ihren Beinen aus. Männchen und Weibchen wechseln sich beim Ausbrüten und Aufziehen ihres Nachwuchses ab.

Für einen Beobachter ist es erstaunlich, wie in riesigen Pinguinkolonien mit Tausenden von Tieren die Eltern immer genau ihr eigenes Junges wieder finden. Pinguine haben einen sehr guten Orientierungssinn und außerdem verfügt jede „Familie“ über ganz eigene typische Rufe, an denen sie sich wieder erkennt.

Bevor der Winter kommt, mausern die Jungtiere und bekommen ihr erstes wasserfestes Gefieder. Jetzt können auch sie sich ins Wasser wagen und sich alleine ernähren. Wichtig ist jetzt für alte und junge Tiere, für den kommenden Winter schnell eine dicke Fettschicht anzusetzen.

Pinguinarten: Der Kaiserpinguin

Seinen Namen trägt er zu Recht. Er ist der größte seiner Art. Er kann bis zu 1,20 m hoch und 45 kg schwer werden, 500 m tief tauchen und dabei etwa 20 Minuten die Luft anhalten. Die männlichen Tiere brüten das einzige Ei in 65 Tagen aus. In dieser Zeit hält sich das Pinguinweibchen im Wasser auf, erholt sich und kommt zurück, sobald das Junge geschlüpft ist. Nun darf sich das Männchen erholen. Sobald die Jungtiere ihre Mauser hinter sich haben, werden sie in die Selbständigkeit entlassen.

Pinguinarten: Der Königspinguin

Er ist etwas kleiner und leichter, 75-95 cm groß und etwa 15 kg schwer. Diese Art brütet zweimal, im November/ Dezember und im Januar/ Februar. Die Jungtiere verbringen den Winter in Kolonien und werden von ihren Eltern nur alle 2-3 Wochen gefüttert. Nach etwa einem Jahr sind sie erwachsen und verlassen die Jungkolonie.

Pinguinarten: Der Adeliepinguin

Er ist ein mittelgroßer Pinguin, der in riesigen Kolonien lebt. Typische Kennzeichen sind der komplett schwarze Kopf, die weiß umrandeten Augen und der rot-schwarze Schnabel. Das Gelege besteht meist aus 2 Eiern. Beide Eltern kümmern sich um Brut und Aufzucht. Den Namen verpasste ihnen der französische Antarktisforscher Dumont d’Urville. Adélie war seine Frau.

Pinguinarten: Der Zügelpinguin

Erkennungsmerkmal ist ein weißer Streifen am Hals, ähnlich einem Helmriemen. Man nennt ihn deshalb auch Kehlstreifpinguin. Er gehört zu den kleinsten Pinguinarten. Er ist ein extrem schneller Schwimmer und kann bis zu 250 m tief tauchen. Typisches Merkmal: Beim Auftauchen schießen diese Tiere aus dem Wasser und „fliegen“ fast bis zu 2 m hoch über die Oberfläche.

Pinguinarten: Der Eselspinguin

Typisches Kennzeichen sind 2 weiße miteinander verbundene Flecken über den Augen auf dem ansonsten schwarzen Kopf, orangerotfarbene Füße und ein orangerot-schwarzer Schnabel. Ihr Name rührt von ihren Schreien her. Es erinnert entfernt an Eselsgeschrei.

Pinguinarten: Der Goldschopfpinguin

Man erkennt ihn sofort an seinem „Haarschmuck“ – kurzen und langen quietschgelben Schopffedern. Außerdem besitzt er einen knallroten Schnabel. Am häufigsten kommt er auf Südgeorgien und anderen subantarktischen Inseln vor.

Pinguinarten: Der Felsenpinguin

Er zeichnet sich durch einen „Irokesenschnitt“ aus. Schwarz-gelbe hochstehende Federbüschel zieren den ansonsten schwarzen Kopf. Er lebt hauptsächlich auf felsigem Gelände der Antarktisinseln und frisst in erster Linie Tintenfisch.

Pinguinarten: Der Magellanpinguin

Er ist keine antarktische Art. Er lebt hauptsächlich auf den Falklandinseln und im Süden Südamerikas. Man erkennt ihn an den weißen Streifen, die sich über Kopf, Hals und Brust ziehen. Im Gegensatz zu den anderen antarktischen Pinguinen brütet er in Erdhöhlen. Seine Nahrung besteht aus Tintenfischen und kleineren Fischen.

SEEVÖGEL

Im nachfolgenden werden nur die häufigsten Vögel beschrieben, die man als Antarktis-Besucher auf einem Kreuzfahrt- oder Expeditionsschiff erleben kann.

Seevögel: Der Albatros

Er zählt zu den größten Seevögeln. Er ist ein hervorragender eleganter Segler, der die Thermik über dem Meerwasser geschickt zu nutzen versteht. Oft sieht man ihn im Kielwasser der Schiffe, denn hier gibt es immer etwas zu Fressen. Der Albatros war das Symbol der Kaphorniers, jener Seeleute, die es geschafft hatten, das gefürchtete Kap Hoorn zu umrunden. Dort steht auch das Albatros-Denkmal.

Seevögel: Die Sturmvögel

Es ist eine große Familie. Zu ihr gehören der Riesensturmvogel, der Kapsturmvogel, der komplett weiße Schneesturmvogel, der Eissturmvogel und der Weißflügelsturmvogel. Ihnen allen gemeinsam ist der scharfe gebogene Schnabel, der an der Oberseite 2 Nasenröhren aufweist. Damit sind die Tiere in der Lage, salziges Meerwasser zu trinken und das Salz über diese Öffnungen wieder auszuscheiden. Manche Sturmvögel ernähren sich auch von Aas, man könnte sie deshalb auch die „Geier der Antarktis“ nennen.

Seevögel: Die Skua

Sie gehört zur Gattung der Raubmöwen und ist der größte Feind der Pinguine.

Seevögel: Die Antarktis-Seeschwalbe oder Antipodenseeschwalbe

Sie ist sehr leicht zu erkennen an ihrem schwarzen Oberkopf, roten Schnabel und rötlichen Füßen. Der restliche Körper ist weiß.

ROBBEN

In der Antarktis gibt es 6 der weltweit 30 Arten. Man unterteilt die Familie in Seehunde und Ohrenrobben. Sie sind – ähnlich wie die Pinguine – hervorragend an die lebensfeindliche Umwelt der Antarktis angepasst. Eine sehr dicke Speckschicht lässt sie im eisigen Wasser nicht frieren und hält gleichzeitig die Wärme im Körper. Robben sind hervorragende Taucher. Ihr größter Feind ist – neben dem Menschen – der Schwertwal (Orca).

Der See-Elefant

Er gehört zur Gattung der Seehunde und ist die größte Robbenart. Der See-Elefant ist in der Lage, bis zu 2.000 m tief zu tauchen. Seine Nahrung besteht aus Fischen. Ihren Namen verdanken die Tiere ihrer Nase. Bei den ausgewachsenen Männchen ist sie sehr groß und rüsselförmig. Während der Paarungszeit können die Bullen ihre Nase regelrecht „aufblasen“.

Die Krabbenfresserrobbe

Sie ist erkennbar an ihrem hellen Fell und ihrem relativ schlanken Körper. Gerne liegt sie auf Eisschollen und ernährt sich hauptsächlich von Krill, kleinen Krabbentierchen. Sie gaben ihr auch ihren Namen.

Der Seeleopard

Er gehört ebenfalls zur Gattung der Seehunde. Er ist ein antarktisches Raubtier und frisst gerne Pinguine oder junge Robben anderer Arten. Sein leopardenartig geflecktes Fell verhalf ihm zu seinem Namen.

Der Seelöwe oder die Mähnenrobbe

Das löwenartige Fell der Bullen ist verantwortlich für den Namen. Die Bullen haben zur Paarungszeit einen Harem von 5 oder 6 Kühen. Er bleibt bestehen, bis der Nachwuchs geboren, aufgezogen und selbständig ist. Danach gehen beide Geschlechter wieder getrennte Wege.

WALE

"Wal – da bläst er!" Ein Ruf, so alt wie die Seefahrt. Schon immer übten diese Tiere eine ungeheure Faszination auf den Menschen aus. Einige Walarten gehören zu den größten Säugetieren der Welt. Ihr Blas – die während des Tauchgangs verbrauchte Luft – wird als nebelartige Fontäne weit in die Höhe gestoßen. Berühmt geworden sind auch die Walgesänge verschiedener Gattungen, die Art und Weise ihrer Kommunikation unter Wasser. Der größte Feind des Wales ist der Mensch. Ein jahrzehntelanger extensiver Walfang ist der Grund, dass viele Arten heute vom Aussterben bedroht sind. Früher war der Waltran, hergestellt aus der Speckschicht des Wals, ein begehrtes Produkt zur Herstellung von Lampenbrennstoff, Margarine und Nitroglyzerin. Der Potwal wurde einst nur abgeschlachtet, weil sein Darm Ambra enthielt – einen kostbaren Stoff zur Parfumherstellung. In manchen Ländern – Norwegen oder Japan – ist Walfleisch eine heiß begehrte und hoch bezahlte Spezialität. Heute versucht man durch strenge Fangquoten das Problem zu lösen.

Der Buckelwal

Er hält sich nur im Sommer im Polarmeer auf. Man kann ihn gut erkennen an seinen verhältnismäßig langen Brustflossen und an seiner großen, tief eingekerbten Schwanzflosse, der sogenannten Fluke.

Der Finnwal

Ihn findet man ebenfalls nur im Sommer in der Antarktis. Zur Paarungs- und Aufzuchtzeit wandert er in wärmere Gewässer ab. Seine Nahrung besteht ausschließlich aus Krill. Die Unterseite seiner Schwanzflosse ist weiß.

Der Schwertwal, Killerwal oder Orca

Er ist in allen Meeren verbreitet, auch in der Antarktis und zählt zu den größten Raubtieren weltweit. Bis zu 9 Tonnen schwer kann der Orca werden. Beim Schwimmen erreicht er Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 55 km/h. Er lebt und jagt in Gruppen. Für den kommerziellen Walfang war der Schwertwal nie von Bedeutung.

FAZIT: Die Antarktis, der kälteste, trockenste und menschenfeindlichste Kontinent und der Südpol haben die Menschen seit jeher fasziniert. Die Anpassung von Flora und Fauna an diese unwirtliche Region wird bis heute erforscht. Spannende Informationen über Eisberge, eine Antarktis-Kreuzfahrt oder das Expeditionsschiff FRAM finden Sie hier. Wenn Sie sich auch für andere Kontinente interessieren, so clicken Sie bitte auf einen der Erdteile auf der Startseite oder in der nachfolgenden Länderliste.



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