Ägypten - Entschlüsselung der Hieroglyphen

Hieroglyphen - Ein rätselhafter Code und seine Entschlüsselung

Die Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen verdankte der Franzose Jean-Francois Champollion einem Stein, nämlich dem Dreisprachen-Stein von Rosetta. Damit gelang es ihm, das Rätsel der alten äyptischen Hieroglyphen zu lösen. Nach 14 Jahren intensivsten Studiums war er 1822 am Ziel und legte damit die Basis für die moderne Ägyptologie.

Was sind Hieroglpyhen?

Das ägyptische Schriftsystem der Hieroglyphen besteht aus Bildsymbolen, den Piktogrammen, 24 Zeichen, die einzelne Konsonanten darstellen sowie Gruppen aus mehreren Konsonanten zusammengefasst. Vokale wurden nicht dargestellt. Die Hieroglyphenschrift war gleichzeitig Kunst an Bauwerken und Kommunikationsmittel im Alltag. Da die Schrift hier aber zu kompliziert war, entwickelte sich daraus im Lauf der Zeit die hieratische Schrift, die sich vielfach auf Papyrusdokumenten finden lässt. Und daraus entstand wiederum die demotische Schrift, eine weitere Vereinfachung der ursprünglichen Hieroglyphen.



Der Code wird entschlüsselt

Champollion war Zeit seines Lebens darauf versessen, diese rätselhaften Zeichen zu deuten und zu übersetzen. Bereits als Junge soll er zu seinem älteren Bruder gesagt haben "Ich werde die Hieroglyphen entziffern! Ich weiß es!" Dieses Ziel verlor er nie aus den Augen. Der außerordentlich sprachbegabte Schüler lernt rasch - zunächst Latein und Griechisch bereits im Alter von 11 Jahren, später dann Hebräisch, Arabisch und Syrisch. Sogar mit der altchinesischen Sprache befasst er sich, weil er irrtümlich vermutet, dass sie mit der altägyptischen zusammenhängt. Ägypten und die Hierglyphen werden die zentralen Themen seines Lebens. Für weitere Studien will er an die Grenobler Akademie und verfasst dafür das Buch "Ägypten unter den Pharaonen". Die Akademie nimmt ihn begeistert als Mitglied auf. Er studiert Arabisch, Persisch und Sanskrit und vertieft seine Kenntnisse über Ägypten. Er beginnt, sich mit den Inschriften auf dem Rosetta-Stein zu befassen. Diese Basalt-Stele mit Inschriften in drei Sprachen - Hieroglyphen, demotisch und griechisch - hatte man 1799 in der Nähe des Ortes Rosetta, einer Stadt am Nil-Delta gefunden. Champollion, dem mittlerweile auch die koptische Sprache geläufig ist, gelingt das Unmögliche: er enträtselt nicht einzelne Buchstaben, Worte, sondern er beginnt, das ganze System zu verstehen!

Auch Silvestre de Sacy und Thomas Young versuchten, mit Hilfe des Rosetta-Steins die Hierglyphen zu entziffern, waren aber nur zum Teil erfolgreich. Erst Champollion mit seiner Kenntnis der alten Sprachen und des Koptischen gelang, was den anderen Gelehrten versagt blieb.

Seine Theorie lautete: Die Entschlüsselung muss bei den Königs- oder Pharaonamen beginnen. Der griechische Text auf dem Rosetta-Stein war lesbar und klar. Er beinhaltete eine Ehrerweisung an König Ptolemäus. Bei den Hieroglyphen fand Champollion durch Vergleiche heraus, dass Namen durch eine Kartusche - eine Gruppe verschiedener Zeichen eingeschlossen in einem ovalen Ring - hervorgehoben waren. Eine Hervorhebung also, die vermutlich nur für besondere Personen galt wie Könige oder Pharaonen. Auf einem weiteren zweisprachig - hieroglypisch und griechisch - beschrifteten Stein, dem Obelisk von Philae, fand Champollion ebenfalls die Kartusche von Ptolemäus sowie eine zweite Kartusche für Kleopatra. Dies hatte er aus der griechischen Inschrift vermutet. Beim Vergleich der beiden Kartuschen stellte er fest, dass die identischen Buchstaben der beiden Namen mit den Hieroglyphen-Zeichen an den jeweiligen Stellen der Namen übereinstimmten.

Das Bildsymbol Sonne half ihm bei der Entschlüsselung des Pharaonamens Ramses. Re oder Ra war in der koptischen Sprache (einer Weiterentwicklung des Altägyptischen) die Übersetzung für Sonne. Der Konsonant s war ihm bereits von anderen Studien bekannt. Ebenso war es bei der Kartusche des Pharaonamens Thutmosis. Das Bildsymbol am Anfang stellte den Vogel Ibis dar, ein Symbol für den Gott Thot. Das Geheimnis um die Schrift der alten Ägypter war gelöst!

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